Warum wir als Logistikunternehmen auf nachhaltiges Fahren achten müssen

Interview mit unserem Disponenten Pascal Fleskes

Fast 20 Fahrzeuge, alle davon jeden Tag deutschlandweit und manchmal auch über die Grenzen unseres Landes im Einsatz: Wir legen am Tag als Logistikunternehmen in Krefeld so viele Kilometer zurück, wie viele klassische Autofahrer im ganzen Jahr. Dass wir deswegen auf unseren grünen Fußabdruck achten müssen, steht für Rufus Logistik außer Frage. Unser Disponent Pascal Fleskes erzählt im Interview, welche Maßnahmen wir dafür ergreifen und warum für ihn persönlich dieses Engagement rund um Nachhaltigkeit in der Logistikbranche so wichtig ist.

"Nachhaltigkeit in der Logistik bedeutet, dass jeder einzelne von uns sein Handeln überdenkt."

Selbst als relativ kleines Logistikunternehmen sind wir von der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt nicht ausgenommen. Nachhaltigkeit beginnt genau dann, wenn jeder einzelne von uns sein Handeln überdenkt. Bei uns startet dieser Prozess bereits im Büro: Wir versuchen, wenn möglich, ganz auf Papierausdrucke zu verzichten. Unsere Fahrer bekommen Ihre Aufträge über einen speziellen Messengerdienst mitgeteilt und brauchen keine Papieranweisung.

Auch in der Nutzung unserer Fahrzeuge spielt die Nachhaltigkeit in der Logistik eine große Rolle. Alle unsere Fahrzeuge sind nicht mal zwei Jahre alt und fallen in die Euro-6-Norm. Am liebsten würden wir sogar von Diesel auf Gas umstellen, aber in einem langen Prozess haben wir untersucht, dass wir dadurch aktuell nicht nachhaltiger unterwegs wären. Die Infrastruktur von Gastankstellen ist in Deutschland so schlecht, dass wir oft extra Wege in Strecken einbauen oder sogar leer fahren müssten, um tanken zu können. Wir wünschen uns, dass sich diese Infrastruktur zukünftig in Deutschland ändert.

"Wenn es eine bessere Infrastruktur für Gastankstellen in Deutschland gäbe, hätten wir schon umgestellt"

Disponent Pascal Fleskes erzählt über Nachhaltigkeit in der Logisitk

"Wir wünschen uns, dass auch unsere Mitarbeiter verstehen, dass sie selbst aktiv die Umwelt beeinflussen können."

Alle unsere Fahrzeuge sind außerdem mit einem digitalen Tracking versehen. Als Disponent ziehe ich hier ein Mal im Monat einen Bericht, der mir ausliest, wie wirtschaftlich der Fahrer oder die Fahrerin unterwegs ist. Ich kann sehen, wann der Mitarbeiter beispielsweise im Leerlauf gefahren ist oder auch, ob er sich an Geschwindigkeiten hält. Wenn ich sehe, dass hier Verbesserungsbedarf ist, spreche ich mit dem entsprechenden Fahrer oder der Fahrerin. Wir wünschen uns, dass auch unsere Mitarbeiter wissen, dass sie selbst aktiv die Umwelt mit beeinflussen können.

Als Disponent ist es meine Aufgabe, die Wege zwischen der Endladestelle und der neuen Ladestelle so kurz wie möglich zu planen, sodass wir fast keine Leerfahrten haben und so Ressourcen sparen können. Mindestens 24 Stunden oder sogar 48 Stunden vor der Fahrt, disponiere ich Anschlusstouren, sodass wir dauerhaft Leerfahrten vermeiden können.

"Als Disponent muss ich Leerfahrten vermeiden"

"Auftraggeber sind inzwischen bereit, für Nachhaltigkeit besser zu bezahlen."

Ich habe das Gefühl, dass auch Auftragsgeber inzwischen nachhaltiger denken und unsere Einstellung zu schätzen wissen. Früher war es eine Zeit lang so, dass in der Logistik vor allem ausländische Speditionen beauftragt wurden, die aber dann mit schlechteren Fahrzeugen fuhren und dadurch auch deutlich mehr Abgase verursachten. Heute sind Auftraggeber gewillt, für den Umweltschutz auch besser zu bezahlen: Die Phase „Hauptsache günstig“ ist Gott sei Dank vorbei.