Vom Filialleiter zum Berufskraftfahrer in Krefeld

Wie Tim seine zweite Chance fand​

Wir leben in einer schnellen Welt, die zwar während Corona den Atem anhält, in der vor allem die junge Generation aber alle Möglichkeiten hat, das zu werden und das zu schaffen, was sie sich vorstellt. Schon lange ist es nicht mehr so, dass derjenige, der sich nach der Schule für einen Ausbildungsbereich oder ein Studium entscheidet, den angestrebten Job für immer machen wird. In manchen Generationen aber, ist die Richtung zu ändern, bis heute schwer. Auch Tim ging es so: Viel länger als notwendig akzeptierte er den von ihm gewählten Weg, weil er dachte, dass er das muss. Darüber wurde er krank. Mit 50 Jahren riss er das Ruder um und absolvierte eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Heute, erzählt er, hat er bei Rufus Logistik seine zweite Chance bekommen.

Von der Arbeitslosigkeit zum Berufskraftfahrer

„Ich war 16 Jahre lang Filialleiter eines großen Supermarktes im Kreis Viersen“, erklärt der zweifache Familienvater. „Wir gehörten zu einer internationalen Kette, die natürlich allerhand verlangt. Am Anfang konnte ich das gut aushalten, mit den Jahren wurde der Druck aber immer größer und größer.“ Damals gab es kaum eine Minute, in der Tim nicht an die Arbeit dachte. Oft war er erst spät zu Hause, hing auch dann an Zahlen und Statistiken und überprüfte auch nachträglich ständig das eigene Verhalten und das seiner Mitarbeiter. Auch nachts ließen ihn die Gedanken an den Job nicht los, am Ende benötigte er sogar Medikamente, um in den Schlaf zu finden. „Verantwortung bedeutet auch derjenige zu sein, der am Ende kassiert“, sagt der Mann, groß wie ein Baum und kräftig wie ein Boxer, heute schmunzelnd. „Dafür war ich am Ende einfach nicht mehr bereit.“ Als sich Tim krankschreiben ließ, sah er erstmal keine Perspektive. Drei Jahre lang benötigte er, um sich seelisch von den Strapazen zu erholen. Erst professionelle Hilfe, seine Familie und ein Mitarbeiter auf dem Arbeitsamt holten den damals fast 50-Jährigen aus seinem Tief. „Das Amt schlug mir vor, eine Umschulung zu bezahlen“, erinnert er sich. „Damals fiel zum ersten Mal das Wort ‚Berufskraftfahrer‘ und irgendwie fand ich mich da direkt wieder.“

Von der Arbeitslosigkeit zum Berufskraftfahrer-Praktikant

Der Mann mit den zwei großen Kreuzen um den Hals, den starken Händen und den fast gentleman-gleichen Umgangsformen sagt von sich selbst „eigentlich bin ich eher ein untypischer Berufskraftfahrer“ und war sich doch sicher, seine Bestimmung gefunden zu haben, als er zum ersten Tag seiner mehrmonatigen Umschulung antritt. Das große Gefährt beeindruckte Tim und das Bewegen beängstigte ihn sogleich. Auch davor, wieder die Schulbank drücken zu müssen, hatte er Angst. „Ich war ja ewig aus dem Lernprozess raus“, sagt er. „Aber Mario Müller, der heute in der Bildungsakademie Rufux arbeitet, gab mir von Anfang an das Gefühl, dass ich es packen kann.“ Es ist auch Müller, der damals Tim empfiehlt, sein für die Umschulung notwendiges Praktikum bei Rufus Logistik zu absolvieren. Mit Vorurteilen und Angst davor, wieder enttäuscht und durch Vorgesetzte gedemütigt zu werden, stellte sich der 50-Jährige letztendlich bei Ediz Yolcu vor und erzählt ihm von seinem Werdegang. 

Rufus Logistik übernimmt Tim sofort als Berufskraftfahrer in Krefeld

Yolcu steckte damals den Praktikanten zuerst als Begleitung der schon ausgebildeten Fahrer in die LKW-Kabine. „Ich habe mich bei Rufus Logistik direkt gesehen gefühlt“, erklärt er. „Ich wurde nicht dafür verurteilt, dass es eine Zeit lang bei mir nicht so gut lief, sondern ich hatte das Gefühl, dass es viel eher darum geht, wer ich heute bin. Mein Lebenslauf spielte überhaupt keine Rolle.“ Nach wenigen Wochen bewegte Tim dann selbst einen der großen Sattelschlepper vom Gelände des Mies-van-de-Rohe-Businessparks und mit Abschluss seines Studiums bot Yolcu ihm – trotz Corona – einen festen Arbeitsvertrag an. „Ich wusste, dass ich zusagen möchte“, erinnert sich Tim. „Für mich war das hier meine Gelegenheit, endlich meine Dämonen zu bekämpfen.“

Heute hat Tim endlich seine Ruhe zurückgewonnen

Heute ist die Vertragsunterzeichnung rund vier Monate her. Seit Oktober arbeitet Tim als Mitglied im Rufus Logistik-Team. Mit Yolcu hat er besprochen, ausschließlich Nahfahrten zu fahren. Tim möchte nicht im LKW übernachten und wünscht sich, seine Familie abends zu sehen. „Hier ist das eine reine Kommunikationssache“, erklärt der Berufskraftfahrer. Inzwischen hat Tim ein eigenes Fahrzeug bekommen, das mit den großen Umrissen eines Hunds, dem Logo des Unternehmens, verziert ist. In der Fahrerkabine verraten ein Schriftzug und eine kleine Superheldenparade, dass er sich hier zuhause fühlt. „Es ist so, als hätte ich mein eigenes Büro“, erklärt der Familienvater. „Meinen Bereich zu haben, den ich hegen und pflegen kann, in den ich mich zurückziehen kann und in dem ich auch in Sicherheit bin, das bedeutet mir extrem viel.“ Der große Mann fühlt sich heute ausgeglichen. Die meiste Zeit hat er das LKW-Radio ausgeschaltet, lauscht auf den Fahrten den beruhigenden Geräuschen des Motors und der Straße und hat für sich selbst Routinen entwickelt, sich im Arbeitsalltag wohlzufühlen. „Manchmal rufe ich meine Freundin aus der Kabine an oder mache in der Pause Liegestützen“, sagt er lachend. „Ich hätte mir vor drei Jahren nicht vorstellen können, dass ich irgendwann wieder ohne Medikamente einschlafen kann. Dass ich irgendwann in meinem Arbeitsleben wieder so glücklich bin.“

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